Präsidentenwechsel und klare Parolen zu den Abstimmungsvorlagen

Präsidentenwechsel und klare Parolen zu den Abstimmungsvorlagen
9. Februar 2026 Samuel Lütolf

An der Generalversammlung vom 6. Februar 2026 wählte die SVP Küssnacht Barbara Hunziker zur neuen Präsidentin. Nach einer erfolgreichen Amtszeit tritt Rainer Küttel zurück. Zudem durfte die Ortspartei SVP-Regierungsrat Herbert Huwiler als Gastreferent begrüssen und fasste klare Parolen zu den eidgenössischen und kommunalen Vorlagen vom 8. März 2026.

Am 6. Februar 2026 führte die SVP Küssnacht ihre Generalversammlung in den Räumlichkeiten der Firma Pfisterer im Küssnachter Fänn durch. Verbunden war die Versammlung mit einer spannenden Betriebsführung durch Philipp Marty, Verkaufsleiter Zentraleuropa bei Pfisterer. Das international tätige Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt innovative Technologien zum Isolieren und Verbinden elektrischer Leiter an Schnittstellen von Stromnetzen. Die Teilnehmenden erhielten dabei eindrückliche Einblicke in einen hochspezialisierten Industriebetrieb.

Im Anschluss eröffnete Ortsparteipräsident Rainer Küttel die Generalversammlung mit rund 40 anwesenden Mitgliedern und führte durch die ordentlichen Traktanden. Das Politjahr 2025 sei herausfordernd und intensiv gewesen. Als besonderen Erfolg würdigte Küttel die gewonnene Abstimmung gegen das Asylzentrum Luterbach. Die von den Behörden prognostizierten Kollaps-Szenarien hätten sich bis heute nicht bewahrheitet, der Entscheid der Küssnachter Bevölkerung erweist sich aktuell als goldrichtig. Die SVP Küssnacht wird sich weiter für eine restriktive Asylpolitik engagieren.

Nach einer erfolgreichen Amtszeit gab Rainer Küttel seinen Rücktritt bekannt. Als Nachfolgerin wurde die bisherige Aktuarin und Kantonsrätin Barbara Hunziker einstimmig zur neuen Präsidentin gewählt. Andreas Hofstetter übernimmt das Amt des Aktuars, und Robert Weinhold wurde neu als Beisitzer gewählt.

Im zweiten Teil der Versammlung fassten die Mitglieder die Parolen zu den anstehenden eidgenössischen Abstimmungsvorlagen. Zur Bargeldinitiative sowie zum direkten Gegenentwurf empfiehlt die SVP Küssnacht die Annahme. In der Stichfrage spricht sich die Partei einstimmig für die Initiative aus.

Auch die SRG-Initiative fand grosse Zustimmung. SVP-Kantonsrat Samuel Lütolf betonte: «Alle Haushalte sparen dank der Initiative jährlich 335 Franken bei den SRG-Gebühren.» Gleichzeitig würden Unternehmen vollständig von der SRG-Gebühr befreit, ein wichtiger Schritt, da sie heute faktisch doppelt zahlen: Einmal als Unternehmen und zusätzlich über ihre Mitarbeitenden als Privatpersonen. Die SVP Küssnacht empfiehlt die Initiative zur Annahme.

Die Klimafonds-Initiative wurde von Rainer Küttel vorgestellt. Diese untergrabe die Schuldenbremse und führe bis 2050 zu 100–200 Milliarden Franken neuen Schulden ausserhalb der bestehenden Finanzordnung. Dies gefährde zentrale Staatsaufgaben und führe zwangsläufig zu höheren Steuern. Die Versammlung folgte dieser Einschätzung und beschloss einstimmig die Ablehnung der Initiative.

Als Gastreferent erläuterte SVP-Regierungsrat und Schwyzer Finanzdirektor Herbert Huwiler die Vorlage zur Einführung einer Individualbesteuerung im Rahmen eines lebhaften und interessanten Referates. Huwiler machte seine Ablehnung deutlich: «Die Individualbesteuerung ist kompliziert, ungerecht und sehr teuer. Sie schafft neue Benachteiligungen für Ehepaare, verursacht 1,7 Millionen zusätzliche Steuererklärungen pro Jahr und zwingt zur künstlichen Aufteilung von Einkommen und Vermögen.» Allein im Kanton Schwyz müssten über 30 neue Steuerbeamte angestellt werden. 21 von 26 Kantonen lehnen die Vorlage ab. Die SVP Küssnacht folgt dieser Einschätzung und empfiehlt ein klares Nein.

Abschliessend diskutierte die Versammlung den Planungskredit für ein Parkhaus im Gebiet Dorfhalde sowie die Umgestaltung des Seeplatzes. Die SVP unterstützt das Parkhaus-Projekt, das unter anderem von SVP-Kantonsrat Samuel Lütolf initiiert wurde, aktiv. Der Planungskredit, über den die Küssnachter Stimmbürger am 8. März abstimmen, wird einstimmig zur Annahme empfohlen.

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