Der Entscheid des Bezirksrates, die Arbeiten an einer ganzheitlichen Entwicklungsstrategie für das
Areal Ebnet zu stoppen, hat die Küssnachter SP/Unabhängige und SVP überrascht, sowie
enttäuscht. Mit der «Vision31» wurde über vier Jahre hinweg ein umfassender, vorausschauender
Ansatz – gemeinsam mit diversen Akteurinnen und Akteuren – verfolgt. Nun wurde dieser abrupt
aufgegeben und damit das Vertrauen in die strategische Führung des Bezirks erheblich
beeinträchtigt.
Aus Sicht beider Parteien fehlt derzeit der Blick aufs Ganze. Der Bezirk Küssnacht steht vor
zentralen Herausforderungen: Beim Schulraum, bei der öffentlichen Infrastruktur sowie bei
Bedürfnissen in Sport, Freizeit und Kultur. Diese Aufgaben verlangen eine koordinierte,
transparente und zukunftsorientierte Planung. Der Bezirksrat steht somit in der Pflicht, diese
sicherzustellen.
Damit eine tragfähige Entwicklung möglich ist, braucht es zeitnah eine neue, klare Vision für das
Gebiet Ebnet. Aus Sicht von SP/Unabhängige und SVP gehören dazu mindestens folgende Schritte:
1. Umfassende Bedarfsabklärung
Der bisher verfolgte partizipative Prozess soll wieder aufgenommen werden. Anliegen und
Erwartungen der Bevölkerung, Vereine, Organisationen und weiterer Anspruchsgruppen sowie
die Anforderungen an die zukünftige öffentliche Infrastruktur müssen zusammengetragen und
aufbereitet werden.
2. Klare Prioritäten
Die Bedürfnisse sind hinsichtlich Dringlichkeit und zeitlicher Planung einzuordnen. Die
Resultate sollen im Rahmen einer strategischen Auslegeordnung dem Volk vorgelegt werden.
3. Finanzielle Transparenz
Der Bezirk muss aufzeigen, welche Kosten in den kommenden Jahren auf die Öffentlichkeit
zukommen, wie diese finanziert werden können und welche Varianten realistisch sind.
Vor diesem Hintergrund treten SP/Unabhängige und SVP Küssnacht – im Interesse der Sache
– gemeinsam auf. Trotz politischer Unterschiede steht das Wohl von Küssnacht im Vordergrund.
Beide Parteien sind überzeugt:
Jetzt ist der Zeitpunkt für eine mutige, übergeordnete Vision für das Areal Ebnet, um die
Zukunft des Bezirks Küssnacht aktiv mitzugestalten und die Lebensqualität für kommende
Generationen zu sichern.
Wir fordern den Bezirksrat auf, diese Aufgabe konsequent und transparent anzugehen. Die
Reaktion des Bezirksrates auf das Anliegen der beiden Parteien soll abgewartet werden. Weitere
Schritte, etwa die Lancierung einer Pluralinitiative zur «Vision Ebnet», bleiben ausdrücklich
vorbehalten. Beide Parteien sind offen und würden sich über die Unterstützung weiterer
politischer Akteurinnen und Akteure, die den Ansatz befürworten, freuen.


